Literatur


Ella und Max…

Ella und Max, die beiden Protagonisten aus Monika Dietrich-Lüders erstem Roman Ella und Max… Auf der Spur des Voodoo-Zaubers, stehen auch im neuen Band der Autorin im Fokus. Dieses Mal verschlägt es die beiden Freunde auf eine Ferienfreizeit, wo sie hören, dass es bei einem Volksfest einen Überfall auf eine junge Frau gegeben hat. Der Täter ist für die Bevölkerung schnell ausgemacht: der seltsame, weil immerzu schweigende Jakob ist für sie der Schuldige, der zudem im Zeitraum nach der Tat geflohen und seitdem verschwunden ist. Nur die Köchin im Ferienheim…

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Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte

Dita Zipfel habe „das aufregendste, schönste und witzigste Gehirn“, kündigt Finn-Ole Heinrich auf dem Klappentext des Romans Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte an. Dass er damit nicht allzu sehr übertreibt, stellt man schnell beim Lesen fest: Dita Zipfels Text sprüht nur so von Einfallsreichtum, messerscharfen Beobachtungen der Gegenwart, skurrilen Figuren, irrsinnig lustig-poetischen Formulierungen und großer Lust am Spiel mit der Sprache. Zipfel kannte man bisher als Autorin der Bilderbücher Monsta (2018) und Trecker kommt mit! (2017), mit ihrem ersten Roman zeigt sie nun aber, dass sie auch die…

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Morgen ist woanders

Jakob ist 17, lebt mit seiner Mutter und dem Stiefvater in einer gehobenen Vorortsiedlung von Wien. Er ist gut in der Schule, unauffällig und ein ganz gewöhnlicher Teenager in einem eigentlich behüteten Umfeld. Nur: Er ist trotzdem nicht zufrieden mit seinem Leben. Besonders Mart, sein Stiefvater, geht ihm auf die Nerven. Als dieser sich weigert, Jakob ein Auslandsjahr in Australien zu finanzieren, beschließt Jakob von Zuhause abzuhauen – soweit so klassisch das Muster des Adoleszenzromans. Aber an dieser Stelle findet Elisabeth Etz in Morgen ist woanders einen neuen und interessanten…

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Nicht so das Bilderbuchmädchen

Seit Sam vor kurzem mit seinen Eltern gegenüber in die Wohnung von Zara und ihrer Mutter eingezogen ist, beobachtet Zara den Jungen immer wieder. Denn: Sam weint fast jeden Nachmittag, wenn er in seinem Zimmer ist. Zaghaft beginnt Zara eine vorsichtige Kontaktaufnahme mit Zetteln, die sie in ihr Fenster klebt. Sam geht nach kurzem Zögern darauf ein, antwortet mit Botschaften und schrittweise entwickelt sich eine Freundschaft zwischen beiden Figuren, ohne dass sie tatsächlich miteinander sprechen. Allein die geschriebenen Nachrichten, die sie ihrem Gegenüber an das Fensterglas halten, sind ihr Medium….

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Diversity im Bilder-, Kinder- und Jugendbuch

In den letzten Monaten sind einige Bücher erschienen, die ganz selbstverständlich von Diversität – also vielfältigen Lebens-, Rollen- und Familienmodellen – erzählen, ohne diese Konstellationen explizit zu markieren oder zu problematisieren. Damit wird eine Vielfalt gezeigt, die einfach zum Leben dazugehört und nicht als Konflikt ins Zentrum gerückt wird. Es lassen sich dabei ganz verschiedene Aspekte finden, die neben der eigentlichen Geschichte miterzählt werden. Diese Texte sorgen dafür, dass Diversität nicht nur als Normabweichung erscheint, sondern ganz unaufgeregt da ist. Eine Auswahl solcher Texte stellt der Beitrag vor. Familiäres Miteinander…

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Adoleszenz im Problemviertel: Sonne und Beton

Felix Lobrechts 2018 bei Ullstein erschienener Debütroman Sonne und Beton ist eine zeitgenössische Milieustudie, die viel Aufmerksamkeit erzeugt hat. Die Erzählung dreht sich um Lukas und seine Freunde Gino, Julius und Sanchez, vier Jugendliche, die in der Berliner Gropiusstadt aufwachsen. Glaubhaft und mit Blick für Details schildert die Geschichte den Alltag zwischen Schule, Party und der Suche nach ein bisschen mehr Kohle. Der Klapptentext liest sich, als erzähle der Roman ein besonderes Ereignis im Leben der Figuren und eine Pressestimme verspricht ein „furioses Finale“. Warum dieses nur bedingt eingelöst wird…

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Cybermobbing in der Schule

Lars Mein Freund

Iben Akerlie verhandelt in ihrem Jugendbuch Lars, mein Freund das Thema Cybermobbing im schulischen Kontext und wählt dafür einen ungewöhnlichen Einstieg in ihre Geschichte. Als Amanda nach den Ferien zurück in die Schule kommt, ändert sich ihr Leben schlagartig, als ihr und ihren Mitschülern in der Klasse die neuen Erstklässler als ‚Patenkinder‘ zugeteilt werden: Statt ein Patenkind aus der ersten Klasse zu bekommen, wird Lars, der mit Amanda in eine Klasse gehen soll, ihr Patenkind. Lars mit dem Down Syndrom, vor dem sich Amanda fürchtet: Wie wird Lars sein? Wird…

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Die Reise zum Mittelpunkt toxischer Männlichkeit

Cover Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes

Die aktuelle gesellschaftliche Debatte um Feminismus, Gender-Divergenzen und fragwürdige Rollenbilder, Zuschreibungen und Machtgefällte ist – das zeigten in diesem Jahr Hashtags wie #metoo, #toxicmasculinity und #menaretrash – aufgeladen. Während die einen sich für Diversität, Gerechtigkeit und Vielfalt einsetzen, fühlen sich andere bedroht und sehen ihre bewährten und komfortablen Machtstrukturen im Prozess der Auflösung begriffen. Sich diesen gegenwärtigen sozio-kulturellen Kontext des Jahres 2018 zu verdeutlichen, ist wichtig, wenn man den neuen Roman Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes von Finn-Ole Heinrich liest. Vor der Folie zeitgenössischer Verhandlungen und zunehmender Infragestellung von…

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Science Fiction meets History meets Fantasy meets…!?

In Lauren James Roman Forever again. Für alle Augenblicke wir beginnt im Jahr 2039 Katherine „Kate“ in England ihr Biologiestudium und trifft auf Matthew „Matt“, zu dem sie sich unmittelbar hingezogen fühlt. Bleibt er zunächst ‚nur‘ Laborpartner, entwickelt sich zwischen beiden eine Romanze, die unter ‚normalen‘ Umständen nichts Besonderes wäre. Allerdings findet Kate im Internet zufällig Artikel, Interviews und Blogeinträge einer Katherine „Kate“ aus dem Jahr 2019, die an einen Matthew „Matt“ gerichtet sind. Diese Vorgeschichte verkompliziert die Beziehung des Paares Kate und Matt im Jahr 2039 ungemein, denn sie…

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Letztendlich geht es nur um dich

David Levithans Fortsetzung zu „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ Der Klappentext von David Levithans Letztendlich sind wir dem Universum egal beschreibt den Roman als „Die bezaubernde Fortsetzung des SPIEGEL-Bestsellers“. Diese Aussage verwundert, denn eine Fortsetzung ist Levithans Letztendlich geht es nur um dich nicht. Vielmehr ist der Roman noch einmal die Erzählung der Geschichte des Vorgängers, mit einem Wechsel der Innensicht auf Rhiannon, die weibliche Hauptfigur. Diese Verschiebung könnte durchaus ein interessantes literarisches Experiment sein, fühlt sich aber eher wie ein wirklich langweiliges Déjà-vu an. Worum es (erneut) geht…

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