Theorie


Sick [sic!?] – Tagungsbericht

Vom 11.4. bis zum 12.4.2014 fand an der Goethe Universität Frankfurt der erste von Doktoranden des Instituts für Jugendbuchforschung organisierte Workshop statt. Zu dem Thema „Krankheit in kinder- und jugendliterarischen Medien“ waren WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen und Ländern eingeladen, woraus sich ein facettenreiches und spannendes Programm ergab. Das Organisatorenteam, Agnes BLÜMER, Iris SCHÄFER und Anika ULLMANN, sorgte für einen perfekten Ablauf und eine sehr angenehme und konstruktive Arbeitsatmosphäre, die von regem Austausch geprägt war. In den Fokus rückten sowohl verschiedene historische Epochen, Entwicklungen, Konstanten und Umbrüche, als auch mediale Erzählformen…

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Aktuelle Ausprägungen der Adoleszenzforschung

Der von Carsten Gansel und Pawel Zimniak herausgegebene Sammelband: Zwischenzeit, Grenzüberschreibung, Aufstörung. Bilder von Adoleszenz in der deutschsprachigen Literatur der Ende 2011 bei Winter erschienen ist, erweckte zumindest auf den ersten Blick den Eindruck, dass die deutschsprachige Adoleszenz-Forschung noch nicht zum Erliegen gekommen ist. So enthält der Band 28 Beiträge deutscher (und polnischer) Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, was einen Eindruck davon vermittelt, wie komplex die Thematik ist und wie viele unterschiedliche Disziplinen sich ihrer annehmen. Der Fokus wird hierbei jedoch fast ausschließlich auf die Entwicklungspsychologie gerichtet, sodass die Jugendsoziologie weitgehend ausgeblendet…

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Hysteria

Graduiertenkonferenz, 11. April 2013, California State University, Long Beach Es sollte schon einen gewichtigen Grund dafür geben für eine eintägige Konferenz die lange Reise und die damit einhergehenden Unannehmlichkeiten des Jet-Lags, der nicht enden wollenden Kontrollen an den Flughäfen u.s.w. in Kauf zu nehmen. In meinem Fall bestand der Grund hierfür darin, dass die Aussicht an einer „Hysteria-Konferenz“ teilnehmen zu können, mich zu verschiedenen Phantastereien anregte; so wähnte ich mich umgeben von Hysterie-Forschern, die mich in meinen bisherigen, mit der Arbeit an meiner Dissertation im Zusammenhang stehenden Erkenntnissen, bestärken und…

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The Patient

Interdisziplinäre Konferenz, 16.-18. März 2013, Lissabon Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung: The Patient, die vom 16. bis 18. März 2013 in Lissabon abgehalten wurde, hat mir wieder einmal deutlich gemacht, dass die Öffnung des Blickfeldes für unterschiedlichste Forschungsgebiete überaus bereichernd sein kann. Auf der Tagung, die sich um „den Patienten“ drehte, waren Psychoanalytiker, Krankenschwestern, Literaturwissenschaftler, Philosophen und in verschiedenen Bereichen tätige ehrenamtliche Helfer vertreten. Es kam zu einem sehr interessanten Austausch und, auch wenn man es kaum vermuten mag, herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre, da jeder Teilnehmende mit dem Respekt und Interesse…

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Forschungen zur Kinder- und Jugendliteratur

Graduiertenkonferenz, 8.-9. November 2013, Wien Eine geradezu einzigartige Graduiertenkonferenz für Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) fand vom 8. bis 9. November 2013 an der Universität in Wien statt. Einzigartig nicht nur hinsichtlich der seltenen Gelegenheit, sich mit anderen Doktoranden über unterschiedliche Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft austauschen können, sondern auch hinsichtlich der Tatsache, dass dies die erste im deutschsprachigen Raum abgehaltene Graduiertenkonferenz für Nachwuchswissenschaftler/innern aus diesem Bereich war. Dementsprechend groß war auch der Andrang: es waren Doktoranden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz…

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Narrative in Spielen

Als Literaturwissenschaftler mit einer Vorliebe für Prosa reizt es mich, erzähltheoretische Kategorien auf Medien außerhalb des Buchs anzulegen. Welche Sprünge in der erzählten Zeit macht der aktuelle Sommerblockbuster? Wie viele Erzählerstimmen hat meine Lieblingsserie? Es liegt Nahe, Fragen dieser Art auch auf das Gaming anzuwenden. Und doch beschleicht mich das Gefühl, gerade in dieser Medienform noch deutlicher rechtfertigen zu müssen, wie ich auf die Idee komme, Spiele narrativ untersuchen zu wollen. Der Vorwurf könnte lauten: Wie viel Geschichte kann in einem dieser immergleichen Egoshooter schon präsentiert werden?  Damit verbunden ist die grundlegende…

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Neurotische Ermittler und traumatisierte Profiler in der aktuellen Crime-Serien-Landschaft

Aufgrund ihrer Vielzahl könnte man in der aktuellen Crime-Serien-Landschaft leicht den Überblick verlieren. Doch bei genauerer Betrachtung zeigen sich einige auffällige Merkmale, die den Ermittlern und Profilern gemein sind. So zeichnen sich die aller meisten Ermittler und Profiler durch diverse pathologische Besonderheiten aus, die zudem nicht nur als charakterliches Merkmal der jeweiligen Figur zu verstehen sind, vielmehr wird die psychische Verfassung auf eine oder mehrere traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit der Figuren bezogen. Auf diese Weise wird der Zuschauer selbst zum Analytiker, dem gleichzeitig ermöglicht wird, die pathologischen Eigenheiten der…

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