Umweltschutz in der Kinderliteratur II

Tiergeschichten

Tiergeschichten sind bei Leserinnen und Lesern nach wie vor beliebt und auch die Themen Umweltschutz und Natur werden selbstverständlich in die Handlung integriert. In den letzten Jahren erschienen Serien, in denen entweder Menschen gemeinsam mit Tieren agieren und sich für die Umwelt einsetzen oder Geschichten, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen und Leserinnen und Leser bewusst auf die Zerstörung der Natur verweisen. Eine gelungene Serie in diesem Kontext ist Seekers, die an Kinder mit Leseerfahrung adressiert ist. Aber bislang ist der Umweltaspekt der Serie zu wenig beachtet worden.

Seekers

2012 erscheint mit Seekers. Die Suche beginnt der erste Band der Reihe um die drei Bären Lusa, Kallik und Toklo aus der Feder des Autorenteams Erin Hunter, das bereits mit Warrior Cats populäre Tierromane verfasst. Angesiedelt ist die Handlung in Nordamerika. Erzählt wird aus der Sicht der drei Bärenjungen, die abwechselnd ihre Geschichte und ihre Gefühle schildern. Die Bären werden mit einer eigenen (Erzähl-)Kultur und Geschichte ausgestattet, aus der u.a. auch hervorgeht, dass es den Bären in früheren Zeiten durchaus besser ging. Auch in den Träumen und Gesprächen der Bären wird deutlich, dass sie sich nach einem für sie artgerechten Leben sehnen und dieses jedoch nur noch in ihren Träumen erleben dürfen. Der Gegensatz zwischen der intakten und der zerstörten Natur dominiert die Handlung, denn die Gründe der Bären, sich auf die Suche nach etwas Besserem zu begeben, resultieren letztendlich aus der zerstörten Natur.

Die Geschichte setzt mit Kallik ein, einem Eisbärjungen, das aufgrund der schmelzenden Pole Hunger leidet. Die Eisbärmutter findet kaum genügend Nahrung für sich und ihre beiden Jungen Kallik und Taqiq und ahnt, dass sie ins Landesinnere wandern müssen:

„Sie machte sich auf, weiter übers Eis zu ziehen, und Taqiq folgte ihr. Kallik blieb noch für einen Moment an der zerklüfteten Kante stehen und ließ die Tatzen von dem dunklen Wasser umspülen. Sie starrte auf die abgebrochene Eisscholle, die bereits in einiger Entfernung auf dem Wasser trieb. Wie weit war es bis zum Land? War noch genug Eis übrig, dass man dort überhaupt hinkam? Und wenn nicht … was würde dann aus ihnen werden?“ (Hunter 2012a, S. 26)

Tatsächlich werden im Laufe der Geschichte die Eisbären getrennt, Kallik bleibt alleine zurück und begibt sich nach dem Tod der Mutter auf die Suche nach ihrem Bruder Taqiq. Die schmelzenden Pole, die lediglich beschrieben werden, ermöglichen den Eisbären, aber auch den Robben keine artgerechte Lebensweise mehr. Dem Rezipienten selbst bleibt es überlassen, Fragen zu stellen. Erläuterungen wie in ökologischen Kinder- und Jugendromanen der 1980er und 1990er Jahre erfolgen hier nicht und es werden auch keine Lösungen angeboten. Die Eisbären selbst sind mit der Situation überfordert. Erklärungen oder Lösungen suchen sie in früheren Legenden, beten zu den Geistern und erhoffen sich so eine Besserung der Lage. Während die alten Bären die Geister um Nahrung erflehen, hat die jüngere Generation den Glauben teilweise verloren. Hier deutet sich ein Generationenkonflikt, der immer wieder aufgenommen wird: Glaube an frühere Geschichten versus eigenes Handeln. Die junge Generation fordert ein selbstständiges Handeln ein, was auch die bisherige Lebensweise in Frage stellt. Bislang blieben die Bärenarten unter sich, trauten einander nicht und doch glauben manche, dass man eine Bärenart ausrotten dürfte, um zu überleben, was in einem Gespräch zwischen den Eisbärgeschwistern Kallik und Taqiq deutlich wird:

„Die Schwarzbären wissen, dass sie gegen uns nichts ausrichten können. Jetzt kann nur noch eine Bärenart überleben – die stärkste und die gefährlichste. Und das sind wir!“ […] „Ich habe dir doch gesagt, wenn es Geister gibt, dann sind wir ihnen offensichtlich egal. Wenn wir Eisbären überleben wollen, müssen wir das Eis verlassen und landeinwärts ziehen. Wir müssen die Reviere der Schwarzbären und der Braunbären übernehmen und lernen, dort zu leben. Das sagt Salik und ich glaube ihm.“ (Hunter 2012b, S. 265f.)

In Taqiqs Philosophie spiegelt sich der Darwinismus wider, der sich letztlich auch in der menschlichen findet. Kallik dagegen glaubt, dass ein Miteinander möglich ist. Sie schließt sich der Bärengruppe um Toklo und Lusa an, so dass die unterschiedlichen Bärenarten, nämlich Schwarz-, Braun- und Eisbär gemeinsam handeln. Solidarität, das Eintreten füreinander und der gemeinsame Kampf für eine bessere Welt sind die Werte und Normen, nach denen Toklo, Lusa und ihre kleine Gruppe handeln. Es erstaunt nicht, dass hier jugendliche Bären als Hoffnungsträger einer anderen Zukunft agieren und die alten Ordnungen durchaus hinterfragen. Dass es jedoch insbesondere der Mensch ist, der den Lebensraum kontinuierlich zerstört, ahnen sie; Verbindungen zwischen ihren Einschränkungen und dem Leben der Menschen werden jedoch nur angedeutet.

Mit Lusa wird eine Schwarzbärin eingeführt, die im Zoo geboren wurde und sich dennoch nach Freiheit und der Wildnis sehnt. Der zoologische Garten wird als ein positiver, von Menschen erschaffener Kulturraum präsentiert, so deutet es auch das Eingangszitat dieses Beitrages an, der den Tieren das Überleben sichert. Doch, und auch das wird im Laufe der Geschichte deutlich, handelt es sich um  keine artgerechte Haltung der Tiere. Vielmehr werden diese regelmäßig gefüttert, werden in unterschiedlichen Käfigen gehalten und medizinisch versorgt. Die Bären selbst sehen ihre Gefangenschaft und sind zudem der Willkür der Wärter ausgesetzt, die sie einfach in einen anderen zoologischen Garten verfrachten können. Vor allem Lusa möchte alles wissen, was außerhalb des Zoos ist: Sie zwingt andere Bären dazu, ihr von Wäldern zu erzählen und in den Erzählungen wird ein freies, positives Bild der Natur entworfen, das jedoch auch Gefahren mit sich bringt. Zugleich werden die jungen Bären angehalten, die Natur zu respektieren: „’Igitt!‘ Lusa kickte den Apfel umgehend zurück. ‚Auf dieses vergammelte Zeug kann ich verzichten.‘ […] ‚Was die Natur gibt, das solltest du immer mit Respekt behandeln‘, sagte Stella. ‚Selbst dann, wenn du es frisst.’“ (Hunter 2012a, S. 38)

Auch Toklo, ein Grizzlyjunge und der dritte Bär, der in Seekers zu Wort kommt, muss erfahren, wie wenig der Mensch die Natur respektiert. Das, was fast selbstverständlich für die Tiere ist, ist dem Menschen fremd. Toklo lebt mit seiner Mutter und seinem kranken Bruder in den Wäldern Nordamerikas. In die Wälder hinein werden Straßen gebaut und die Menschen fahren mit ihren „Feuerbiestern“ (Hunter 2012a, S. 41) durch die Wälder, ohne auf die Tiere Rücksicht zu nehmen. Die Nahrung ist dementsprechend verseucht, der Löwenzahn schmeckt nach „Dreck und Rauch“ (Hunter 2012a, S. 43) und doch müssen die Bären genau dies fressen, denn die Nahrung ist knapp: Aufgrund von Dämmen kommen die Lachse nicht mehr wie gewohnt. Toklo muss erkennen, dass immer mehr Autos durch die Wälder fahren, die Geräusche des Waldes gänzlich hinter denen der Menschen verschwinden und er daher kaum noch Geräusche des Waldes wahrnehmen kann. Oder anders gesagt: Das, was Lusa als Naturbild in Erzählungen geschildert bekommt, existiert nicht mehr. Der Mensch kultiviert und modifiziert die Natur, ohne andere Lebewesen zu berücksichtigen.

Ähnlich wie Kallik verliert auch Toklo seine Mutter und seinen Bruder aufgrund der Klimaveränderungen und muss jetzt schauen, wie er selbstständig zurechtkommt. Lusa gelingt schließlich die Flucht aus dem Zoo und sie trifft auf Toklo. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem besseren Lebensraum für Bären.

Erzählverfahren – Leserlenkung

Auch die Seekers-Reihe greift Empathie und Fremdverstehen auf, wählt jedoch eine andere Vorgehensweise: Die Reihe um die drei Bärenjungen Lusa, Kallik und Toklo hebt sich aufgrund der Erzählperspektive von den bislang vorgestellten Geschichten um Bären hervor. Umweltschutz und die Zerstörung der Natur wird somit aus der Sicht der Tiere geschildert, Probleme der Menschen werden dagegen nicht geschildert. Die Tiere, in Seekers die Bären, verstehen nicht, was mit der Natur passiert, erkennen jedoch, wie stark ihr Lebensbereich eingegrenzt wird. Sie werden zwar als Bären in ihrem natürlichen Lebensraum entworfen, doch dieser Lebensraum ist weitgehend eingeengt und wird von Menschen zerstört. Die Bären selbst verstehen nicht, was die „Flachgesichter“, so ihre Bezeichnung für den Menschen, machen. Die Bärenjungen selbst tragen menschliche Züge, kennen auch Gefühle wie Neid, Angst, Hunger oder Freude, und doch behalten sie ihr tierisches Wesen. Vor allem der ständige Hunger, der fast als Begleiter der Bären die Handlung prägt, verändert das Verhalten der Bären: Sie werden egoistisch, stehlen sich untereinander die Nahrung und fressen vor allem auch Dinge, die sie in Mülltonnen der Menschen finden. Immer wieder bemerken sie, dass Klimawandel und Umweltverschmutzung die Lebensgrundlage nicht nur einschränken, sondern verschlechtern: Alles schmeckt anders, ist ungesund und schmutzig.

Anders als die anderen Bären, treffen Lusa, Toklo und Kallik als Vertreter der unterschiedlichen Bärenarten aufeinander und freunden sich, wie bereits erwähnt, im Laufe der Handlung an, obwohl in der Wildnis normalerweise eine Trennung zwischen Schwarz-, Eis- und Braunbären erfolgt.

Während die ökologische Kinder- und Jugendliteratur oftmals den Rezipienten mit Vor-, Nachworten, Widmungen oder der Einführung eines sachkundigen und erwachsenen Umweltschützers lenkt und ihnen einfache Lösungen anbietet, verzichtet die Seekers-Reihe auf eine solche Steuerung des Lesers. Vielmehr eröffnen sich ihm immer wieder Leerstellen, er muss selber überlegen, wieso der Handlungsraum der Tiere eingeschränkt ist und setzt sich so aktiv mit der Frage der Umweltzerstörung auseinander. Lindenpütz konstatiert zurecht, dass eine konsequente Steuerung des Lesers kaum Raum lässt, sich aktiv mit dem Text auseinanderzusetzen und so möglicherweise andere Lösungsvorschläge zu diskutieren (vgl. Lindenpütz 1999, S. 85). Es wird hier keine freundliche und friedliche Koexistenz zwischen Tieren und Menschen entworfen: Nur im Zoo erfährt Lusa, dass Menschen sich Bären gegenüber freundlich und neugierig verhalten. In der Wildnis selbst konstatiert Toklo, dass Bären „denen [den Menschen] […] piepegal“ sind (Hunter 2012b, S. 70). Thematisch wird deutlich, dass alle Bären Hunger leiden und kaum noch eine Chance sehen, satt zu werden. Sie geben den Menschen die Schuld und selbst jenen, die als Umweltschützer aktiv sind:

„Genau das hat Nanuk auch gesagt! Dass sie [die Umweltschützer] uns dorthin bringen, wo das Eis zuerst hinkommt. Aber dann sind wir in einen Sturm geraten und der Schwirrvogel ist vom Himmel gefallen. Wir sind im Schnee gelandet … als ich aufwachte, war Nanuk tot.“ Kalliks Stimme zitterte. „Krallenlose!“ Die jüngere Bärin Imiq spuckte die Worte verächtlich aus. „Sogar wenn sie uns helfen wollen, bringen sie nichts als Unglück.“ (Hunter 2012b, S. 184)

Umweltschutz wird somit in der Serie thematisiert, aber er funktioniert nur bedingt. Tatsächlich zeigt das Leben der Bären, dass Menschen mehr schaden als helfen. Die Seekers-Reihe ist ein gelungenes Beispiel für eine ökologischen Kinder- und Jugendliteratur. Die Bären werden zwar einerseits mit menschlichen Zügen ausgestattet, aber sie leben, anders als sonst die Bären in kinder- und jugendliterarischen Texten, noch in einer natürlichen Umgebung, die jedoch von Menschen stark zerstört wird. Der Lebensraum, auch das zeigen die Texte, wird immer mehr eingegrenzt und für Tiere unbewohnbar. Nahrungsmittel werden knapp und die Tiere sterben.

Heutigen kindlichen und jugendlichen Lesern und Leserinnen sind Fragen aus dem Bereich Umweltschutz vertraut. Doch die Seekers-Reihe beschreitet sicherlich neue Wege, indem aus der Sicht der Bären erzählt wird, der erhobene Zeigefinger fehlt und die Leser und Leserinnen so zum Nachdenken aufgefordert werden.

Umweltschutz und phantastische Kinderliteratur

Nicht nur die realistische Kinderliteratur oder Tiergeschichten greifen die ökologischen Krisen auf, auch die phantastische Kinderliteratur nutzt diese Themen, um Leserinnen und Leser mit Nachhaltigkeit zu konfrontieren. Hierbei bekommt die Hexenfigur eine besondere Funktion, denn insbesondere den Hexen wird eine Nähe zu Natur attestiert. Die grüne Magie, die bereits in Harry Potter gelernt wurde, wird auch in aktuellen Kinderromanen praktiziert. Beispiele hierfür sind die Serien Magic Girls von Marliese Arold oder Petronella Apfelmus von Sabine Städing. Beide zeigen Hexen mit dem grünen Daumen. Die phantastischen Wesen bekommen hier die Aufgabe, den jugendlichen Protagonisten auf die Probleme und auf die Bedrohung aufmerksam zu machen. Besonders Hexen als phantastische Wesen werden immer wieder in Verbindung mit der grünen Magie und dem Schutz der Natur vorgestellt. Bettina Obrecht lässt etwa in ihrem Roman Die kleine Hexe ihre Hexenfiguren als Umweltschützerin auftreten, die die Tier- und Pflanzenwelt beschützen:

„Der Käfer klammert sich an ein welkes Blatt, das sich in einem kleinen Strudel vor einem Stein gefangen hat. Ida fischt das Blatt mit dem Käfer aus dem Wasser. ‚Entschuldigung‘, sagt sie. Hexen fühlen sich seit jeher für alles Böse verantwortlich, das Tieren angetan wird. Der Käfer krabbelt eilig in Richtung Erlenwurzel.“

Die Hexen sind Vegetarierinnen und töten keine Tiere. Auch sie heben immer wieder hervor, dass der Mensch die Umwelt bedroht und zerstört. Nur vereinzelt werden in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur phantastische Wesen für die Zerstörung verantwortlich gemacht, der Mensch als die eigentlich Bedrohung dominiert und es sind dann die phantastischen Wesen, die dem kindlichen bzw. jugendlichen Helden diese Bedrohung klar machen. Exemplarisch soll Petronella Apfelmus vorgestellt werden, aber auch Ständings Roman Magnolia Steel. Hexendämmerung zeigt eine Hexe, die den Menschen die Liebe zur Natur nahe bringt.

Petronella Apfelmus

„Petronella Apfelmus traute ihren Augen nicht. Energisch nahm sie ihr goldenes Piratenfernrohr von ihrem linken Auge und polierte die Linse mit dem Zipfel ihres Ärmels.“ (S. 5) Mit diesen Sätzen beginnt der erste Band der Serie um die Hexe Petronella Apfelmus, die als Apfelbaumhexe in einem Apfel lebt. Doch dann geschehen jene Ereignisse, die Petronella mit Sorge durch ihr Fernrohr beobachtet. Eine Familie zieht in das benachbarte Müllerhaus ein und Petronella sorgt sich um ihre Ruhe. Sie beobachtet den Umzug und sieht die Zwillinge Lea und Luis, die neugierig durch ihren (!) Garten streifen. Das möchte die Hexe nicht und beschließt mit ihrer Hexenkunst die Familie zu vertreiben. Doch trotz zahlreicher Streiche bleibt die Familie und plötzlich stehen die Zwillinge in ihrer Wohnung. Dabei muss die Hexe feststellen, dass die Menschenkinder viel netter sind als gedacht. Sie stellt ihnen den Garten mit den Geistern vor. Dann aber brauchen die Zwillinge ihre Hilfe, denn der Vater ist arbeitslos, das Geld knapp und die Kinder möchten unbedingt den Kuchenwettbewerb gewinnen. Petronella hilft ihnen mit verzauberten Zutaten, einen Kuchen zu backen und die Kinder gewinnen. Doch ein böser Gegenspieler, der zugleich der ehemalige Chef ihres Vaters ist, möchte das Rezept stehlen. Er bricht im Haus ein, lauert den Kindern auf und wieder ist es die Hexe mit ihren Freunden, die hilft …

Städing gelingt trotz bekannter Muster eine unterhaltsame und spannende Geschichte. Die Hexe selbst ist naturverbunden und liebt ihre Apfelbäume. Die Autorin überrascht immer wieder mit lustigen Einfällen. Es sind vor allem Petronellas Freunde wie der Hirschkäfer Lucius oder die Apfelmännchen, die schnell die Leserinnen und Leser überzeugen werden. Witzige Zaubersprüche und eine eigene Sprache, in der sich Petronella mit ihren Hühnern unterhält, machen das Lesevergnügen komplett. Natur und Umweltschutz wird hier nebenbei vermittelt, aber es bleibt hängen und man betrachtet die Umwelt mit anderen Augen.

Fazit

Während das Bilderbuch, der Comic und die Jugendliteratur spannende Auseinandersetzungen mit den globalen Umweltkrisen kennen, bleibt die Kinderliteratur mit ihren Handlungsmustern im engen Rahmen verhaftet. Oftmals wird der Umweltaspekt in die Alltagswelt der Kinder eingebunden, was zu einfachen Lösungen führt. Die Figuren entsprechen tradierten Stereotypen, so dass eine Anschlusskommunikation nicht immer möglich ist.

Literatur

Hunter, Erin: Seekers. Die Suche beginnt. Beltz & Gelberg 2012a.

Hunter, Erin: Seekers. Am Großen Bärensee. Beltz & Gelberg 2012b.

Hunter, Erin: Seekers. Auf dem Rauchberg. Beltz & Gelberg 2012c.

Hunter, Erin: Feuer im Himmel. Beltz & Gelberg 2013.

Hunter, Erin: Insel der Schatten. Beltz & Gelberg 2014.

Hunter, Erin: Das schmelzende Meer. Beltz & Gelberg 2015.

Hunter, Erin: Der Fluss der Bärengeister. Beltz & Gelberg 2015.

Hunter, Erin: Sternengeister. Beltz & Gelberg 2013.

Hunter, Erin: Die letzte große Wildnis. Beltz & Gelberg 2013.

Städing, Sabine: Petronella Apfelmus. Verhext und festgeklebt. Mit Schwarz-Weiß Illustrationen von Sabine Büchner. Boje 2014.

Weiterführende Literatur

Ermisch, Maren/Kruse, Ulrike/Stobbe, Urte (Hg.): Ökologische Transformationen und literarische Repräsentationen. Göttingen: Universitätsverlag 2010.

Ewers, Hans-Heino/Glasenap, Gabriele von/Pecher, Claudia (Hg.): Lesen für die Umwelt. Natur, Umwelt und Umweltschutz in der Kinder- und Jugendliteratur. Baltmannsweiler: Schneider Verlag 2013.

Haas, Gerhard (2.korr.2000): Das Tierbuch. In: Lange, Günter (Hg.): Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Band 1: Grundlagen – Gattungen. Hohengehren: Schneider, S. 287-307.

Karst, Theodor/Venter, Joachim: Natur und Literatur. Fächerverbindender Unterricht in der Grundschule. Baltmannsweiler: Schneider Verlag 1994.

Lindenpütz, Dagmar: Das Kinderbuch als Medium ökologischer Bildung. Untersuchungen zur Konzeption von Natur und Umwelt in der erzählenden Kinderliteratur seit 1970. Essen: Verlag Die blaue Eule 1999.

Lindenpütz, Dagmar: Natur und Umwelt als Thema der Kinder- und Jugendliteratur. In: Lange, Günter (Hg.): Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Band 2: Medien und Sachbuch, Ausgewählte thematische Aspekte, Ausgewählte poetologische Aspekte, Produktion und Rezeption, KJL und Unterricht. Baltmannsweiler: Schneider 2.korr.2000, S.727-745.

Lob, Reinhold E./Gesing, Harald: Umwelterziehung ganzheitlicher und umfassender Bildungsauftrag für die Grundschule. In: Gesing, Harald/Lob E. Reinhold (Hg.): Umwelterziehung in der Primarstufe. Grundlinien eines umfassenden Bildungskonzepts. Heinsber: Agentur Dieck 1991, S. 7-31.

Mikota, Jana (2012): „This Land is your Land“: Kindliche und jugendliche Umweltschützer in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Interjuli 1, S.6-26.

Nassen, Ulrich (Hg.): Naturkind, Landkind, Stadtkind. Literarische Bilderwelten kindlicher Umwelt. München: Fink 1995.

Oeste, Bettina: Natur und Umwelt-(schuz) in der Kinder- und Jugendliteratur. Eine kurze Geschichte der deutschsprachigen ökologischen KJL. In: Knobloch, Jörg (Hg.): Die angekündigte Katastrophe oder: KJL und Umweltschutz. kjl ] m, 2009, H. 4, S. 3-9.

Spinner, Kaspar H.: Literarisches Lernen. In: Lesen nach PISA. Praxis Deutsch. Sonderheft/2007, S. 4–14.

Stemmann, Anna: Gezeichnete Umwelt. Übergänge von faktualem und fiktionalem Erzählen in der Graphic Novel. In: kjl&m 3/2015, S. 69-77.

Ulrich Nassen (Hrsg.): Naturkind, Landkind, Stadtkind. Literarische Bilderwelten kindlicher Umwelt. München: Fink 1995.

Wanning, Berbeli: Literatur, Natur, Umwelt. In: Deutschunterricht H. 2, 2014, S. 4-10.

Wanning, Berbeli/ Anna Stemmann: Ökologie in der Kinder- und Jugendliteratur. In: Gabriele Dürbeck, Urte Stobbe (Hrsg.): Ecocriticism. Eine Einführung. Köln: Böhlau 2015, 258–270.

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